Orthomolekulare Medizin

Leben bedeutet ständigen Stoffwechsel. Stoffwechsel bedeutet, dass Stoffe durch Lebensvorgänge umgewandelt, aufgespalten, oxidiert ("verbrannt"), verbunden, etc. werden.

 

Die "Lebensstoffe" nehmen wir mit unserer Nahrung (und teils auch Atmung) auf.

 

Neben den energiehaltigen Betriebsstoffen für das Funktonieren unseres Energiehaushaltes sowie Aufbaustoffen für unseren Organismus wie z.B. Mineralstoffe benötigen wir eine Vielzahl von anderen Faktoren, die ein optimales Ablaufen diverser Stoffwechselvorgänge garantieren.

Hierzu zählen beispielsweise Vitamine, Enzyme, Coenzyme und Spurenelemente.

 

Verschiedene "Betriebszustände" unseres Organismus erfordern ein unterschiedliches Angebot an diesen Zusatzstoffen.

 

Ein kleines Beispiel: Zur Bekämpfung eines Infektes, dies ist wissenschaftlich nachgewiesen, benötigt der Körper mehr Zink.

Weitere zahllose Beispiele liessen sich nennen, alleverknüpft mit dem Hinweis, dass bei einer Knappheit des jeweiligen Faktors dann biologische Prozesse nicht optimal ablaufen können.

Zahlreiche Studien haben ergeben, dass ein zumindest ausreichendes, oder manchmal auch bewusst phasenhaft erhöhtes Angebot an solchen natürlichen Nährstoff-Faktoren eine positive Wirkung auf den Organismus hat.

"Ortho" kommt von gr. "gerade, richtig", orthomolekulare Medizin bedeutet somit, dass auf molekularer Ebene alles "richtig" ist, dass also ausreichend sogenannte "Mikronährstoffe" zur Verfügung stehen.

Nicht immer müssen bei Gesundheitsstörungen und Erkrankungen synthetische chemische Stoffe (sprich. "Medikamente") zum Einsatz kommen, die ja der Natur und dem Organismus unbekannt sind.

Sehr oft reichen der Natur und dem Organismus bekannte Substanzen ("Mikronährstoffe") aus, um ausgleichend zu wirken und einen positiven gesundheitlichen Effekt auszuüben.


Ich setze orthomolekulare Präparate gezielt ein, daher mache ich bei meinen Patienten auch Laborbestimmungen, um den Spiegel gewisser Faktoren (zB. Vitamine, Spurenelemente, Hormone) genau zu kennen.

 

Die aktuellen Ernährungsgewohnheiten der "modernen" industrialisierten Gesellschaft widersprechen recht krass dem Konzept, auf welches sich der Mensch im Rahmen seiner Evolution eingestellt hat. Über Jahrtausende passte sich der Mansch an eine Ernährung mit relativ hohem Proteinanteil, niedrigem Fettanteil, niedrigem Anteil an Zucker, hohem Ballaststoffanteil an.

Nunmehr findet man (USA, Europa) einen extremen Konsum einfacher Kohlenhydrate, einen hohen Fettanteil der Nahrung, mit vor allem tierischen gesättigten Fettsäuren und zu geringem Anteil an ungesättigten Fettsäuren, eine viel zu geringe Aufnahme an Ballaststoffen, einen extrem hohen Natriumverbrauch ("Kochsalz"), eine zu geringe Aufnahme von Mikronährstoffen.

Gerade im Alter kann es zu Mangelzuständen kommen. Die von den entsprechenden Fachgesellschaften empfohlenen Tagesdosen sind immer wieder im Wandel und werden angepasst.

Die klassische Rolle von Mikronährstoffen für die Verhütung von Mangelkrankheiten ("zB Skorbut") steht nicht mehr im Vordergrund, sondern jetzt geht es um den Einsatz von Nährstoffen für die Vorbeugung chronischer Erkrankungen und Optimierung der Gesundheit.

Die Laborbestimmungen erfolgen im Regelfall über ein Kassenlabor in Graz. Dieses Labor hat Verträge mit allen Kassen, sodass für die im allgemeinen Kassenkatalog erfassten Laborbestimmungen für den Patinten keine Kosten anfallen.
Nicht im Katalog befindliche Laborwerte werden vom Labor direkt an den Patienten verrechnet; der Patient wird bei der Blutabnahme natürlich über eventuell zu erwartende Kosten aufgeklärt.

Ich habe den zweijährigen Diplomlehrgang "Orthomolekulare Medizin" absoviert und besitze das entsprechende Ausbildungsdiplom der österr. Ärztekammer, um auf eine fundierte Ausbildung zurückgreifen zu können.